Hallo Samir04,
im Prinzip es deine Aussage richtig aber m.E. nicht ganz präziese formuliert.
Unsere Anleihe 2025/2030 mit 6,5% in Höhe von 90 Millionen diente zur Umschuldung unserer langfristigen Verbindlichkeiten bei ca. 116,4 Millionen Schulden. Der Rest müsste daher Kredit finanziert sein.
Wenn du schreibst Baumann sagt: " Die 10% Eigenkapitalverbesserungen also ca. 9,66 Millionen € können nicht aus dem normalen Tagesgeschäft erwirtschaftet werden" bin ich schon ein wenig irritiert, da wir in der neuen 1.Bundesliga Saison 2026/27 erheblich mehr Einnahmen tätigen werden.
DFL Einnahmen sind in der 1. BuLi exorbitant höher als in der 2. Buli, viel höhere Werbeeinnahmen, mehr Catering, dazu auch weiterhin VELTINS ARENA Vermietung für Konzerte etc. und der Sonderefekt das die ARENA in 2026 voll abgeschrieben ist und nur noch mit 1 (i.W. einem) € in der Bilanz erscheint.
Natürlich können wir als 1. Bundesligist auch wohl höhere Erlöse durch Spielerverkäufe generieren, ist aber auch m.E. Tagesschäft eines Bundesligisten,
defacto bieten sich uns heute viel mehr Möglichkeiten höhere Einnahmen zu generieren und ja der Spielbetrieb ist in der 1. Bundesliga auch teurer!
Kommen wir nun zu dem was du wohl eigentlich gemeint hast.
Die Auf Schalke eG also unsere Genossenschaft die zur Zeit ca. 10.000 Genossen mit einen Zeichnungsbetrag von ca. 9,5 Millionen € davon sind schon 7,5 Millionen an die vereinseigene Stadion-Beteiligungsgesellschaft geflossen was einen prozentuellen Anteil von 5,4 % bedeutet,
sodass aktuell nur noch etwa 2 Millionen zur Verfügung stehen.
Wie Susanne/@BuB schon schrieb, sind 10.000 Genossen im Verhältnis zu 220.000 Mitgliedern ein krasses Missverhältnis und ich hoffe die Werbetour der eG hat noch so manches Mitglied zum Genossen werden lassen.
Mein Traum wäre es, wenn die eG mal die VELTINS ARENA komplett bezahlt und 100% an der Stadion-Beteiligungsgesellschaft halt!
Der Verein wäre schon mit der Hälfte rund 50 Millionen € in den nächsten 8 Jahren sehr zufrieden, was ca. 5 Millionen Einnahmen pro Jahr in der eG bedeuten würden.
Glück Auf
Blauer Saphir
Wir Menschen brauchen nicht Theoretiker des Glaubens,
sondern Praktiker des Wissens!
Der Spieleretat ist höher in der 1. Liga, auch die Prämien. Den Anleihezeichnern muss ein fetter Aufstiegsbonus gezahlt werden. Die hohen Zinsen der Anleihe schlagen jetzt auch zu Buche und das Konzertgeschäft in der Arena ist rückläufig. Es sind nicht nur einfach mehr Einnahmen in der 1. Liga.
Ist das noch Fußball?
Vielen Dank für die ausführlichen Erklärungen.
"Heute knall' ich mir die Birne voll, bis mir das Bier zu den Ohren rausläuft!" (Klaus Täuber)
Wie Susanne/@BuB schon schrieb, sind 10.000 Genossen im Verhältnis zu 220.000 Mitgliedern ein krasses Missverhältnis und ich hoffe die Werbetour der eG hat noch so manches Mitglied zum Genossen werden lassen.
Ich würde mir das im Interesse des Vereins auch wünschen, kann es als Knapp-über-Mindestlohn-Verdiener aber auch verstehen, dass sich der Erfolg in Grenzen hält.
Wenn man etwas böswillig ist und die ganze Romantik drumherum mal ausblendet, dann kann man das Konzept doch mit "gebt uns euer Geld" zusammenfassen. Es ist keine Rendite zu erwarten (ja, theoretisch möglich aber solange die Finanzen sind wie sie sind, ist doch zu erwarten, dass die Genossen entscheiden, dass eventuelle Überschüsse in der Genossenschaft bleiben) und wenn mir mal drei große Haushaltsgeräte auf einmal kaputt gehen oder der Hund eine große OP braucht, habe ich nicht mal die Möglichkeit, bei fünf Jahren Kündigungsfrist bei einem echten Notfall an das Geld heranzukommen. Hinzu kommt die deftige Aufnahmegebühr, die gerade Leute abschrecken wird, die sich eh nur einen oder zwei Anteile leisten könnten.
Ich hätte auch gern ein, zwei Anteile aber meine Frau würde mich einen Kopf kürzer machen, wenn ich die Prioritäten darauf setzen würde. Will nicht sagen, dass nicht noch Luft nach oben ist aber viele werden das Geld einfach nicht über haben bzw. nüchtern abwegen (müssen), was sie davon haben. Und ausser einem guten Gefühl ist das nüchtern betrachtet ziemlich wenig.
@matze04 Danke! Besser kann man es nicht beschreiben!
Und dann stellt sich noch der Vorsitzende der eG auf dem Schalke-Tach hin, und verkündet laut das nach seinem Verständnis jedes Vereinsmitglied auch Mitglied der eG zu sein hat, weil 250 EUR ja eigentlich gar nicht so viel sei. Man müsse ja NUR einen Euro pro Arbeitstag zur Seite legen, dann hätte man die 250 EUR zusammen. (Und dann mochmal 75 Tage arbeiten um die Aufnahmegebühr zu stemmen).
Wenn diese Argumente auch so auf der Werbetour gebracht werden, dann muss sich niemand wundern warum kaum noch jemand Genosse/in werden will.
Der FC St. Pauli hatte ja großen Erfolg mit seiner Genossenschaft, weil es ein politisches Projekt war. Zeigt den ganzen Investoren, dass 50+1 funktioniert und Vereine ohne Ausgliederung finanziert werden können. Das kam beim linken Publikum an.
Bei Schalke ging es leider von Anfang an nur darum, Schulden zu tilgen. Da hat @matze04 leider Recht. Das Geld kann ich anderswo auch dringend gebrauchen. Und schon gar bei dem Gedanken, dass die Schulden ein Multimillionär zu verantworten hat, der nicht mal bereit war, sich durch Anteilskauf wenigstens symbolisch an der Abzahlung des von ihm verursachten Schadens zu beteiligen.
Ist das noch Fußball?
Wie Susanne/@BuB schon schrieb, sind 10.000 Genossen im Verhältnis zu 220.000 Mitgliedern ein krasses Missverhältnis und ich hoffe die Werbetour der eG hat noch so manches Mitglied zum Genossen werden lassen.
Ich würde mir das im Interesse des Vereins auch wünschen, kann es als Knapp-über-Mindestlohn-Verdiener aber auch verstehen, dass sich der Erfolg in Grenzen hält.
Wenn man etwas böswillig ist und die ganze Romantik drumherum mal ausblendet, dann kann man das Konzept doch mit "gebt uns euer Geld" zusammenfassen. Es ist keine Rendite zu erwarten (ja, theoretisch möglich aber solange die Finanzen sind wie sie sind, ist doch zu erwarten, dass die Genossen entscheiden, dass eventuelle Überschüsse in der Genossenschaft bleiben) und wenn mir mal drei große Haushaltsgeräte auf einmal kaputt gehen oder der Hund eine große OP braucht, habe ich nicht mal die Möglichkeit, bei fünf Jahren Kündigungsfrist bei einem echten Notfall an das Geld heranzukommen. Hinzu kommt die deftige Aufnahmegebühr, die gerade Leute abschrecken wird, die sich eh nur einen oder zwei Anteile leisten könnten.
Ich hätte auch gern ein, zwei Anteile aber meine Frau würde mich einen Kopf kürzer machen, wenn ich die Prioritäten darauf setzen würde. Will nicht sagen, dass nicht noch Luft nach oben ist aber viele werden das Geld einfach nicht über haben bzw. nüchtern abwegen (müssen), was sie davon haben. Und ausser einem guten Gefühl ist das nüchtern betrachtet ziemlich wenig.
Ich kann deine Argumentation nur teilweise nachvollziehen.
Ein Anteil ander Auf Schalke eG kostet 250 € und die "deftige" Aufnahmegebühr (Eintrittspreis) beträgt nur 75 € die Gesamtinvestion also "nur" 325 € für eine Privatperson bzw. Mitglied.
Ja das mag für einen Sozialhilfeempfänger bzw. Mindeslohnverdiener eine Menge Geld sein, aber genau diese Gruppe habe ich ausdrücklich nicht gemeint.
Ich stelle hier mal die provokante Frage: rund 40.000 Dauerkarten Inhaber werden nicht gerade am Hungertuch nagen, aber wer von denen hat einen eG Anteil?
Sollten wir unseren sportlichen Erfolg weiterhin fortsetzen und dauerhaft in der 1. Liga bleiben, wo wir meines Erachtens auch hingehören, könnte es sein, dass wir in drei bis fünf Jahren die Auf Schalke eG das Geld für den Ankauf von Anteilen an der vereinseigenen Stadion-Betreibungsgesellschaft gar nicht mehr benötigen, aber z.Zt. scheinen wir das Geld doch noch zu gebrauchen.
Frei nach Charlie Neumann "heute brauchen wir euch Schalker, in guten Zeiten haben wir genug davon".
Ja es mag reine Schalker Romantik sein, aber genau das ist es, was ich mit unserem Verein Schalke 04 seit fast 60 Jahre verbinde,
ansonsten wäre ich nach der 0:3 Niederlage gegen den 1. FC Kaiserslautern an meinem 11. Geburtstag mit meinem Onkel in der Glück Auf Kampfbahn bestimmt nicht bis heute S04 Fan geblieben.
Glück Auf
Blauer Saphir
Wir Menschen brauchen nicht Theoretiker des Glaubens,
sondern Praktiker des Wissens!
Ich hab mir das gerade mal im Re-Live angehört, das mit den 250 Arbeitstagen kommt schon sehr unsympathisch rüber.
Und was soll das sein?
"Wenn man wirklich Schalke im Herzen trägt, dann muss man einfach als e.V.-Mitglied einen Anteilsschein kaufen"
Die schlechte, alte "gute Schalker, schlechte Schalker"-Diskussion, diesmal von oben angezettelt?
Für mich hörte sich das auch so an, als wäre die Öffnung der Geno für Nichtmitglieder (die dann nicht stimmberechtigt sind) schon so gut wie beschlossen.
Ich kann deine Argumentation nur teilweise nachvollziehen.
Das macht nichts. Anders als der Herr Gerdes erhebe ich nicht den Anspruch, allen Mitgliedern zu sagen, was sie zu tun haben.
Ich bin sicher, dass sich fast jedes Mitglied mit eigenem Einkommen mit der Geno auseinandergesetzt hat und gute Gründe für seine Entscheidung dafür oder dagegen hat. Und ich habe ja geschrieben, dass ich es mit Absicht aus einer böswilligen Perspektive betrachtet habe. Ich würde auch gerne meinen Beitrag zum Klassenerhalt ohne Verkäufe von Leistungsträgern leisten.
Man kann die Romantik in der Realität nicht ganz ausblenden. Wirtschaftliche Zwänge aber leider auch nicht.
Ja das mag für einen Sozialhilfeempfänger bzw. Mindeslohnverdiener eine Menge Geld sein, aber genau diese Gruppe habe ich ausdrücklich nicht gemeint.
Ich stelle hier mal die provokante Frage: rund 40.000 Dauerkarten Inhaber werden nicht gerade am Hungertuch nagen, aber wer von denen hat einen eG Anteil?
Sollten wir unseren sportlichen Erfolg weiterhin fortsetzen und dauerhaft in der 1. Liga bleiben, wo wir meines Erachtens auch hingehören, könnte es sein, dass wir in drei bis fünf Jahren die Auf Schalke eG das Geld für den Ankauf von Anteilen an der vereinseigenen Stadion-Betreibungsgesellschaft gar nicht mehr benötigen, aber z.Zt. scheinen wir das Geld doch noch zu gebrauchen.
Das sehe ich genauso und da wollte ich auch hin. Ich gehöre sicherlich zu denen 40.000 die Du oben beschreibst. Aber ich habe bis dato keine Anteile und eigentlich würde ich nix lieber tun als meinen Beitrag dazu zu leisten dass wir keine jungen Spieler mehr verkaufen „müssen“, die eigentlich gar nicht weg wollen - wir aber aus rein finanziellen Zwängen gerade das machen müssen. Damit schwächen wir uns wieder und werden es mittel und langfristig nicht schaffen sportlich wieder erfolgreich zu sein. Und das möchte ich in diesem Leben gerne noch einmal erleben - sportlichen Erfolg mit unserem S04!
Warum habe ich keine Anteile? Ehrlicherweise hat mich diese ganze Diskussion bis dato noch nicht richtig „abgeholt“, wie man so schön sagt. Ich kann vieles nur aus der Distanz verfolgen und hab auch nicht die Zeit mich so intensiv mit dem Thema zu beschäftigen. Gut, das mag auch an mir liegen. Vielleicht müssen sich Menschen wie ich einfach mal einen Ruck geben und diese 20 Minuten investieren um Anteile zu zeichnen. Mich würde interessieren ob ich da der einzige bin, oder ob es anderen hier auch so geht?
"Heute knall' ich mir die Birne voll, bis mir das Bier zu den Ohren rausläuft!" (Klaus Täuber)
Ich kann deine Argumentation nur teilweise nachvollziehen.
Das macht nichts. Anders als der Herr Gerdes erhebe ich nicht den Anspruch, allen Mitgliedern zu sagen, was sie zu tun haben.
Ich bin sicher, dass sich fast jedes Mitglied mit eigenem Einkommen mit der Geno auseinandergesetzt hat und gute Gründe für seine Entscheidung dafür oder dagegen hat. Und ich habe ja geschrieben, dass ich es mit Absicht aus einer böswilligen Perspektive betrachtet habe. Ich würde auch gerne meinen Beitrag zum Klassenerhalt ohne Verkäufe von Leistungsträgern leisten.
Man kann die Romantik in der Realität nicht ganz ausblenden. Wirtschaftliche Zwänge aber leider auch nicht.
Bin da wirklich ganz 104% bei Dir & nehme das jetzt mal als freundlich & absolut richtig gemeinten „Push“ mich mit diesem Thema zu beschäftigen.
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Ich kann deine Argumentation nur teilweise nachvollziehen.
Das macht nichts. Anders als der Herr Gerdes erhebe ich nicht den Anspruch, allen Mitgliedern zu sagen, was sie zu tun haben.
Ich bin sicher, dass sich fast jedes Mitglied mit eigenem Einkommen mit der Geno auseinandergesetzt hat und gute Gründe für seine Entscheidung dafür oder dagegen hat. Und ich habe ja geschrieben, dass ich es mit Absicht aus einer böswilligen Perspektive betrachtet habe. Ich würde auch gerne meinen Beitrag zum Klassenerhalt ohne Verkäufe von Leistungsträgern leisten.
Man kann die Romantik in der Realität nicht ganz ausblenden. Wirtschaftliche Zwänge aber leider auch nicht.
Geld spenden bei drohender Insolvenz..okay. Aber um einen Spielerverkauf abzuwenden? Der Spieler, der dann ein Jahr später ohnehin geht, wenn ein besseres Angebot lockt? Und 2028 müssen doch wieder 8-9 Millionen aufgebracht werden. Soll ich dann wieder Anteile zeichnen? Den Schuldenberg, der wider besseren Wissens angehäuft wurde, jedes Jahr über das Geld der Mitglieder abzubauen, kann doch nicht funktionieren.
Ist das noch Fußball?
Ich wäre durchaus bereit, einen Anteil oder auch zwei zu erwerben, obwohl mir klar ist, dass keine Rendite zu erwarten ist. Leih ich dem Verein halt mal eine Weile diese Summe.
Was ich aber absolut untragbar finde ist die "Aufnahmegebühr" in Höhe von 75€. Das Geld ist weg, und bei einer geringen Zahl von Anteilen ist das in meinen Augen absolut unverhältnismäßig. Ich verstehe auch wahrhaftig nicht, warum pro Mitgliedschaft Verwaltungsgebühren in dieser Höhe entstehen sollen. Sitzt da jemand im Büro und braucht zwei Stunden dafür, das in eine Excel-Tabelle einzutragen?
Ich vermute stark, dass diese Gebühr viele potentielle Interessenten abschreckt.
Anpassung der Parkgebühren
Ab dem Jubiläumsspiel gegen Real Madrid am Sonntag (16.8.) werden die Gebühren auf den öffentlichen Parkflächen rund um die VELTINS-Arena angepasst. Auf den Parkflächen B bis E beträgt die Gebühr künftig 10 Euro pro Fahrzeug statt wie gewohnt 5 Euro.
https://schalke04.de/veltins-arena/anpassung-parkgebuehren/
Wer königsblau im Herzen trägt, sieht niemals schwarz!
AGGRESSIV, INTENSIV und MUTIG
Diese Preisanpassung finde ich gerade in der Höhe unverschämt. Viele Fans von außerhalb haben keine realistische Anreisemöglichkeit als mit dem Auto. Da sollte der Verein weiterhin eine preisgünstige Parkmöglichkeit zur Verfügung stellen.
