Ziemliche Klopperei an der Hafenstraße. Nach einer halben Stunde schon 14 Fouls und 3 gelbe Karten. Spielfluß kommt kaum zustande. Beide wollen, können aber zurzeit nicht. Sehr schwere Kost.
Futkeu wie Gomis, keiner für uns. Sehr glücklos, keine Momente und zu leicht aus dem Spiel zu nehmen.
RWE ist es wunderbar gelungen, Fürth auf ihr Niveau herunterzuziehen. Kurz nach der Pause hatte das Kleeblatt eine Drangphase, da lag das 0:1 in der Luft. Letztlich war es der Bock von Prüfrock, als er den Essener Spieler anschießt und um ein Haar das 0:1 kassiert, der Essen ins Spiel brachte. Am Ende darf Fürth froh sein, nur 0:1 verloren zu haben. Und sich obendrein beim Schiri bedanken, der erst Futkeu (keine 5. Gelbe) und später Dehm (mögliche gelb-rote) leben ließ, so dass beide im Rückspiel starten dürfen. Dieses Rückspiel wird eine andere Nummer. Fürth ist heimstark und ob Essen auch ohne die eigenen Fans im Kreuz 4 km mehr läuft als der Gegner, bleibt anzuwarten.
Wer sich am Ende durchsetzt, ist mir ungeachtet unserer Rivalität mit Essen relativ egal. Bei den Essenfans gibt es schon ne Menge Assis. Bezeichnend die Szene, wo die Fans triumphierend den Torpfosten (!) vom MSV Duisburg in der Kurve präsentieren, den man unter der Woche per Einbruch aus dem Wedaustadion entwendet hat. Völlig drüber.
Fürth andererseits weckt trotz 30 Jahren Profifußball am Stück in den ersten beiden Ligen keinerlei Emotionen, kriegt mit Mühe und Not den eigenen Ronhof mit seinen knapp 16.500 Plätzen voll, auswärts erinnert man an Hoffenheim oder Wolfsburg. Da wäre RWE im Vergleich schon ein Mehrwert für die zweite Liga. Und die Kumpels aus Nürnberg würden sich diebisch freuen, wenn das Kleeblatt runtergeht.
