Jonjoe Kenny: “Tat gut, mal 15 Minuten spielen zu dürfen”

Jonjoe Kenny: “Tat gut, mal 15 Minuten spielen zu dürfen”

Juli 15, 2019 0 Von Susanne Weber

Das Retterspiel ist vorbei, das Ergebnis freute die SG Wattenscheid und tat den Schalkern nicht weh. Es stand beim 2:2 ja auch nicht im Vordergrund. Zufrieden waren nach der Partie vor allem zwei: Markus Schubert und Jonjoe Kenny.

Am Sonntag gastierte Schalke 04 im „Retterspiel“ bei der finanziell angeschlagenen SG Wattenscheid 09. Anders als noch zwei Tage zuvor gegen die Bottroper Stadtauswahl kamen die Königsblauen gegen Wattenscheid nicht über ein 2:2 (1:0)-Unentschieden hinaus. 

„Es war für uns ein guter Test, in dem wir auch gefordert wurden. Man hat aber sicherlich auch gesehen, dass wir einiges in den Beinen hatten“, so Schalke-Coach David Wagner nach dem Abpfiff. Einige Sachen seien gut, es gebe aber auch noch viele Dinge an denen man arbeiten könne, so Wagner – als Trainer typisch vage – weiter. 

Anders als in den ersten beiden Testspielen stand für Schalke in der ersten Halbzeit Markus Schubert, der Neuzugang von Dynamo Dresden, im Tor. Schubert hielt im ersten Durchgang den Kasten sauber, wurde allerdings auch nicht ernsthaft gefordert. In der zweiten Halbzeit rückte dann wieder Michael Langer zwischen die Pfosten, der zweimal hinter sich greifen musste. 

Markus Schubert hat Lust auf mehr 

“Es war ein gutes Gefühl für Schalke auflaufen zu dürfen. Es hat Spaß gemacht”, grinste Markus Schubert nach dem Abpfiff. Da war auch kein Lampenfieber vor dem ersten Spiel für Königsblau “Ich habe ja schon mal Fußball gespielt. Deswegen war es nichts Neues. Nur ein anderer Verein.” Nervosität Fehlanzeige, dafür sei aber natürlich Vorfreude da gewesen und jetzt die Lust auf mehr. 

Seine Leistung bewertete Schubert dagegen nüchtern. “Ich glaube, ich habe das gemacht, was ich machen sollte.” Nerven hat der Youngster jedenfalls keine gezeigt, aber wirklich geprüft wurde er eben von Wattenscheid auch nicht. Zufrieden mit seiner Leistung war aber auch nicht nur er selbst, sondern auch sein Trainer.  

“Markus ist seit drei Tagen im Training. Er wollte aber unbedingt hier spielen und dafür hat er es gut gemacht”, so Wagner, der anschließend auch den zweiten Debütanten im Schalker Dress ansprach. “Jonjoe hat noch einen Tag weniger trainiert als Markus. Bei ihm ging es heute darum, dass er mal ein bisschen reinschnuppert.”

14. Juli 2019: Testspiel SG Wattenscheid – FC Schalke. Die Trainer David Wagner (links) und Farat Toku (rechts)Foto: Weber

Burgstaller fehlte aufgrund einer Zahn-OP 

Etwa eine Viertelstunde bekamen die Fans die Leihgabe vom FC Everton auf dem Platz zu sehen. “Es tat gut, heute fünfzehn Minuten spielen zu dürfen”, so Kenny, der betonte dem Klub und der Mannschaft in der kommenden Saison unbedingt helfen zu wollen, wieder nach oben zu kommen. 

Auf Guido Burgstaller musste David Wagner in Wattenscheid dagegen verzichten. Der Österreicher, der am Freitag noch sechs Tore in Bottrop erzielte, musste aufgrund einer Zahn-OP passen. Er soll laut Vereinsangaben aber am Dienstag wieder am Training teilnehmen.